Biografie

Sie sind hier: Startseite » Künstler » Barbara Ehrmann » Biografie

  • Biografie

    1962
    geb. in Ravensburg

    1982-1988
    Studium der Malerei und intermediales Gestalten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart bei den Profs. K.H. Seemann, W. Gäfgen, S. Michou

    1986
    Akademiepreis

  • Artist - Statement / Text

    Inspiriert durch das besondere körperliche und mentale Erlebnis beim Apnoetauchen, schwerelos im Urstoff Wasser, in einer anderen Welt, entstehen reduzierte, archaisch anmutende Zeichnungen.

    Ich liebe es, empfindliche Balancen zwischen Mensch und abstrakter Form auszuloten und imaginäre Bildräume zu entwickeln, in denen die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben zu sein scheinen. Physisch Schweres schwebt leicht und raumlos in der Luft.

    In meditativer Langsamkeit gemalte Punktestrukturen dehnen sich aus, bilden Formen, die an Schwämme, Korallen oder Ströme von Luftblasen denken lassen. Schattenrissartige Bojen, Reusen oder bootsähnliche Gefäßformen gleiten dynamisch ins Bild, driften nach oben, sinken sanft ab, alles im Fluss.

    Der Einsatz von Wachs auf asiatischen Papieren erzeugt Transparenzen und räumliche Tiefenschichtungen.
    Während wachsbeschichtete Papierfahnen luftig und zart schweben, entfalten in Wachsschichten eingesiegelte Bildtafeln ikonenartigen Charakter. Sie bergen geheimnisvoll das Darunterliegende.

    Barbara Ehrmann


    Eingetaucht – damit kommt eine der Künstlerin eigene, von ihr im Laufe vieler Jahre entwickelte Technik in den Blick, Zeichnungen und Bilder mit Paraffinwachs zu beschichten. Als Trägermaterial bevorzugt sie Japanpapier, verwendet aber auch Leinwand und Holz. Sie arbeitet mit Acryl in Mischtechniken und Collage, mit Tuschen oder Kreiden. Dabei sind die unbunten Farben Schwarz, Weiß und Grau beherrschend, gelegentlich kommen Orange, Gelb, Grün und Blau ins Spiel. Durch die Wachsschichten, die sie über ihre Bilder legt, erhalten die Farbfelder eine fast magische Leuchtkraft von innen heraus. Zugleich wird das Dargestellte, die Figur, versiegelt in einem eigenen Raum, in einer ihr eigenen Welt.

    Textauszug: Dr. Bernhard Oßwald (Katalog: Eingetaucht)